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barbara claussen

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CO2 in meinem hinterhof

Während einer dreimonatigen Residenz am Regionalmuseum in der mittelalterlichen Stadt Beeskow in Brandenburg begann ich mein Projekt "CO2 in meinem Hinterhof." Es befasst sich mit den Meinungen der Bevölkerung hinsichtlich der Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid, die dramatische Auswirkungen auf diese Region Deutschlands haben werden. Experimente mit Abscheidung und Lagerung von Kohlendioxid, die den Klimawandel abschwächen sollten, haben unerwarteterweise die Möglichkeit erhoben, dass Tausende von Tonnen Kohlendioxid unter den Gärten der Einwohner injiziert werden könnten. Privatbürger, die über der geeigneten geologischen Mischung von porösen und durchlässigen Gesteinsschichten wohnen, sorgen sich um ihre Zukunft, ihre Rechte und um die Entscheidungen der Politiker. In Brandenburg haben die CCS Experimente (Abscheidung, Kompression und Lagerung von CO2) von Vattenfall, eines schwedischen Energieunternehmens, radikale Reaktionen hervorgerufen.

In diesem Zusammenhang überdachte ich das Konzept des mittelalterlichen Marktplatzes als Treffpunkt für den Austausch sowohl von Ideen als auch von Handelswaren neu. Mehrere Monate lang stellte ich am Beeskow Marktplatz einmal pro Woche einen Tisch auf, um mit der Bevölkerung in einen Dialog über die CO2 Kontroverse zu treten. Ich stationierte mich zwischen dem Vattenfall CCS Informationsbüro und dem Rathaus, wo ein grosses Banner mit der Aufschrift "Kein CO2 Endlager" über dem Balkon hing. Ich breitete eine Landkarte der Region aus und ersuchte Vorbeigehende, Stecknadeln in die Karte zu stecken, wo sie einen geeigneten Lagerort für das Kohlendioxid sahen. Diese Anregung entlockte den Einkäufern lebhafte Reaktionen. Ich bewahre diese Stellungnahmen schriftlich auf.

 

 

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